Beim Vergleich von Fernsehern mit der Kennzeichnung 50 Hz oder 60 Hz sowie 100 Hz oder 120 Hz kann es so wirken, als handele es sich um unterschiedliche Modelle. In der Praxis sind diese Fernseher jedoch im Wesentlichen identisch. Die Aufteilung in 50/60 Hz und 100/120 Hz ist konventionell und dient hauptsächlich der Orientierung der Nutzer sowie der Anpassung an regionale Standards, wie unten erläutert.
Trotz zahlreicher Marketingangaben gibt es nur einen Parameter, der die tatsächlichen Fähigkeiten eines Fernsehers bestimmt: die Bildwiederholfrequenz. Sie gibt an, wie viele Bilder pro Sekunde der Fernseher darstellen kann.
Die Bildwiederholfrequenz zeigt, wie oft das Bild auf dem Bildschirm aktualisiert wird. Vereinfacht gesagt spiegelt sie die tatsächliche Bildrate wider, die das Panel verarbeiten kann. Dieser Wert hängt direkt von der Qualität und dem Aufbau des im Fernseher verbauten Displays ab.
Ein 60-Hz-Panel aktualisiert das Bild beispielsweise 60-mal pro Sekunde, während ein 120-Hz-Panel dies 120-mal pro Sekunde tut. Eine höhere Bildwiederholfrequenz sorgt für flüssigere Bewegungen, was besonders bei schnellen Szenen deutlich sichtbar ist.
Bis 2017 war es nicht möglich, Videos mit einer Frequenz von mehr als 60 Hz an einen Fernseher zu übertragen. Die damals verwendeten Videostandards begrenzten sowohl die Aufnahme als auch die Übertragung auf maximal 60 Bilder pro Sekunde. Auch die HDMI-Standards vor diesem Zeitraum unterstützten nur Videosignale bis 60 Hz. Daher konnten selbst Fernseher mit 100-Hz- oder 120-Hz-Panels ihre Möglichkeiten bei der Wiedergabe von externen Quellen nicht vollständig ausschöpfen.
Mit der Einführung neuer HDMI-Standards wurde die Übertragung von Videos mit höheren Bildraten möglich, sodass moderne Fernseher das Potenzial von 100-Hz- und 120-Hz-Panels voll nutzen können.
50 Hz vs. 60 Hz
Wenn ein Video eine Frequenz von 60 Hz hat, wie wird es auf einem Fernseher mit einem 50-Hz-Panel angezeigt? In der Praxis funktioniert alles problemlos. Moderne Fernseher sind so konzipiert, dass sie Videosignale bis 60 Hz ohne Schwierigkeiten verarbeiten können – unabhängig davon, ob sie als 50-Hz- oder 60-Hz-Modelle vermarktet werden.
Der Unterschied zwischen 50 Hz und 60 Hz hängt mit elektrischen Standards zusammen, die auf die Zeit der Röhrenfernseher (CRT) zurückgehen. In Europa wurde die Wechselstromfrequenz auf 50 Hz standardisiert, während sie in den USA auf 60 Hz festgelegt wurde. Frühe analoge Fernseher mit Bildröhre synchronisierten die Bilderzeugung mit der Netzfrequenz, da diese stabil war und in einem engen Bereich gehalten wurde. Die Bildwiederholfrequenz wurde direkt aus dem Stromnetz abgeleitet.
Mit der Zeit entwickelte sich die Technik weiter. Moderne Fernseher verwenden die Netzfrequenz nicht mehr zur Bildsynchronisation. Dennoch sind die Bezeichnungen 50 Hz für Europa und 60 Hz für die USA für Verbraucher so vertraut geworden, dass Hersteller sie weiterhin zur Angabe der Bildrate verwenden.
Heute kann ein moderner Fernseher Videos mit Frequenzen bis 60 Hz problemlos anzeigen. Gleichzeitig besitzt das Displaypanel eine eigene Bildwiederholfrequenz. Wenn ein Hersteller 50 Hz oder 60 Hz angibt, garantiert er im Wesentlichen eine stabile Bildqualität bei dieser Frequenz.
100-Hz- und 120-Hz-Fernseher
Die Unterstützung von 100 Hz oder 120 Hz ist in erster Linie eine technologische Verbesserung, die mit neuen Standards eingeführt wurde. Seit 2017 ermöglicht der HDMI-2.1-Standard die Übertragung von Videos mit Frequenzen bis zu 120 Hz. Dadurch kann der Fernseher insbesondere für Spiele und Inhalte mit hoher Bildrate effektiver als Monitor genutzt werden.
In der Praxis gibt es keinen echten Unterschied zwischen einem Fernseher mit der Kennzeichnung 100 Hz und einem mit 120 Hz. Für den europäischen Markt geben Hersteller in der Regel 100 Hz an, für den US-Markt 120 Hz. Technisch sind diese Geräte identisch.
Daher verwenden Hersteller in Ländern mit einer Netzfrequenz von 50 Hz die Bezeichnungen 50 Hz oder 100 Hz. In Ländern mit 60-Hz-Stromnetz werden 60 Hz oder 120 Hz angegeben.

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