StartFernseherAllShare und DLNA auf Samsung-Fernsehern: So streamen Sie Medieninhalte über Ihr Netzwerk

AllShare und DLNA auf Samsung-Fernsehern: So streamen Sie Medieninhalte über Ihr Netzwerk

Die Digital Living Network Alliance (DLNA) war ein Standard, der es kompatiblen Geräten wie Fernsehern, Computern und Netzwerkspeichersystemen ermöglichte, Multimediadateien gemeinsam zu nutzen und über ein Heimnetzwerk zu streamen. Dieses Protokoll wurde hauptsächlich bei Fernsehern verwendet, um Filme oder Fotos von einem Computer auf dem Fernsehbildschirm anzusehen. In diesem Fall diente der Computer normalerweise als Speicher für die Dateien, während der Fernseher als Anzeigegerät fungierte.

Der Computer fungierte als Network-Attached-Storage-Gerät (NAS) – ein Netzwerkspeichersystem, das Dateien speichern und je nach installierter Software Dienste zum Freigeben von Fotos, Videos und Musik für andere Geräte im Netzwerk bereitstellen konnte.

Ältere Samsung-Smart-TV-Modelle verfügten über eine integrierte DLNA-Unterstützung. Samsung verwendete den Namen AllShare für viele seiner netzwerkbasierten Funktionen zur gemeinsamen Nutzung von Multimedia-Inhalten. Dadurch konnten kompatible Fernseher Medienserver im lokalen Netzwerk erkennen und unterstützte Video-, Audio- und Bilddateien wiedergeben, ohne sie auf einen USB-Stick kopieren zu müssen. Bei modernen Samsung-Fernsehern wird AllShare in der technischen Dokumentation nicht mehr erwähnt. Laut Nutzerbewertungen funktionieren einige Fernseher mit Netzwerkspeichersystemen, allerdings mit bestimmten Einschränkungen, beispielsweise der Anforderung, Ordner auf dem Server ausschließlich mit lateinischen Buchstaben zu benennen – Zahlen und Symbole wie Bindestriche, Anführungszeichen usw. sind nicht erlaubt.

Wie die DLNA-Technologie auf Samsung-Fernsehern funktionierte

Eine typische Konfiguration eines Heimnetzwerks konnte folgendermaßen aussehen:

Computer → DLNA-Medienserver → Samsung-Fernseher

Der Computer speicherte die Mediendateien und führte ein DLNA-kompatibles Medienserverprogramm aus. Ein Beispiel dafür war Home Media Server, obwohl auch viele andere Anwendungen verwendet werden konnten.

Der Benutzer wählte die Ordner mit Filmen, Musik oder Fotos aus und fügte sie der Bibliothek des Servers hinzu. Der Samsung-Fernseher konnte anschließend den Server im lokalen Netzwerk erkennen, die verfügbaren Ordner durchsuchen und kompatible Dateien wiedergeben.

Auch ein Network-Attached-Storage-Gerät (NAS) konnte als Medienserver dienen. Solche Konfigurationen wurden häufig in Geschäftsumgebungen eingesetzt.

Der Fernseher fungierte hauptsächlich als DLNA-Client, während der Computer oder ein anderes Netzwerkgerät den Medienserver bereitstellte.

Samsung AllShare und DLNA

Samsung verwendete den Namen AllShare für seine Technologie zur gemeinsamen Nutzung von Multimediadateien. Dabei handelte es sich um einen Marketingnamen für eine Technologie, die auf dem DLNA-Protokoll basierte und es kompatiblen Geräten ermöglichte, Multimedia-Inhalte über ein lokales Netzwerk gemeinsam zu nutzen.

Je nach TV-Modell und Softwareversion konnte AllShare den Zugriff auf Videos, Fotos und Musik ermöglichen, die auf einem Computer oder anderen kompatiblen Geräten gespeichert waren.

Im Quellenauswahlmenü des Fernsehers konnte AllShare neben Anschlüssen wie HDMI angezeigt werden. Nach der Auswahl von AllShare suchte der Fernseher im lokalen Netzwerk nach verfügbaren Medienservern.

Wenn der DLNA-Server auf dem Computer ausgeführt wurde, erkannte der Fernseher ihn und zeigte die verfügbaren Ordner an. Der Benutzer konnte einen Ordner öffnen, einen Film auswählen und die Wiedergabe auf dem Fernseher starten.

DLNA heute

DLNA ist heute nicht mehr die wichtigste Technologie für die gemeinsame Nutzung von Medien zwischen Geräten. Dies ist auf die Veränderungen bei der Nutzung von Inhalten zurückzuführen. Benutzer greifen zunehmend auf integrierte Streaming-Apps sowie auf Technologien wie AirPlay und Google Cast zurück, die das Streamen von Inhalten von Smartphones und Computern auf Fernseher erleichtern. Heute speichern nur noch wenige Menschen Filme oder Fotos auf ihren Computern. Filme werden häufiger über Online-Plattformen angesehen, während Fotos in der Cloud gespeichert werden. Samsung führt DLNA-Unterstützung in den technischen Spezifikationen seiner Geräte nicht mehr auf. Wenn Sie jedoch weiterhin auf Mediendateien auf Ihrem Computer zugreifen möchten, können Sie den Medienserver Jellyfin verwenden. Nach der Installation auf dem Computer unterstützt er nicht nur DLNA, sondern auch Chromecast.

Discuss

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Mehr