StartArtikelRoku-Geräte und Roku-Fernseher von 2008 bis heute

Roku-Geräte und Roku-Fernseher von 2008 bis heute

Roku ist eine sehr beliebte Video-Streaming-Plattform, die erstmals in den USA und Kanada eingeführt wurde. Heute ist sie nicht nur in Nordamerika, sondern auch in Lateinamerika, Australien sowie in einigen Ländern der Europäischen Union, darunter das Vereinigte Königreich, Österreich, Deutschland und Frankreich, verfügbar. Als eine der ersten Video-Streaming-Plattformen gewann Roku schnell an Popularität und wurde zu einem der Pioniere der Branche. Roku-Geräte ermöglichen es, einen älteren Fernseher bereits für etwa 30 US-Dollar in einen modernen Smart TV zu verwandeln.

Benutzer schätzen dieses Konzept: Sie kaufen ein kleines externes Gerät und erhalten Zugriff auf Tausende von Fernsehsendern, Sendungen und Filmen. Mit Roku können Sie auf Kabelfernsehen verzichten und vor allem auf Kanäle zugreifen, die möglicherweise bei Ihrem Kabelanbieter nicht verfügbar sind. Wenn Sie einen älteren Fernseher besitzen, können Sie mit Roku außerdem Streaming-Dienste nutzen, die Ihr Fernseher selbst nicht unterstützt.

Erste Roku-Generation (2008–2011)

Die erste Generation der Roku-Geräte begann mit der Einführung des Roku DVP N1000 am 20. Mai 2008. Das Gerät wurde gemeinsam mit Netflix als kompakter Media-Player für den neu gestarteten Dienst Watch Instantly entwickelt. Ziel war es, einen einfachen und kostengünstigen Media-Player zu schaffen, der herkömmlichen Fernsehern den Zugriff auf Online-Videoinhalte ermöglicht.

Der Roku DVP führte automatische Software-Updates ein, sodass Roku auch nach dem Kauf neue Kanäle hinzufügen, die Leistung verbessern und den Funktionsumfang erweitern konnte.

Im Jahr 2009 erweiterte Roku seine Produktpalette mit den Modellen Roku SD und Roku HD-XR. Der Roku SD war eine vereinfachte Version für den grundlegenden Einsatz und verfügte ausschließlich über analoge Videoausgänge, während der Roku HD-XR dank WLAN-Unterstützung und USB-Anschluss bessere Verbindungsmöglichkeiten bot.

In diesem Zeitraum führte Roku außerdem den Channel Store ein, über den Benutzer Apps von Streaming-Diensten anderer Anbieter installieren konnten. Dadurch entwickelte sich Roku von einem hauptsächlich auf Netflix ausgerichteten Gerät zu einer Plattform mit Unterstützung für zahlreiche Online-Inhalte.

Später brachte Roku die Modelle Roku XD und Roku XDS auf den Markt. Diese unterstützten 1080p-Videos, boten verbesserte WLAN-Verbindungen, USB-Funktionen und beim Modell XDS zusätzlich einen optischen Audioausgang.

Der Support für die Geräte der ersten Generation wurde 2015 eingestellt. Damit endete die erste Entwicklungsphase von Roku und der Weg für neue Generationen mit leistungsfähigerer Hardware und erweiterten Funktionen wurde geebnet.

Zweite Roku-Generation (2011–2013)

Die zweite Roku-Generation wurde 2011 mit den Modellen Roku 2 HD, Roku 2 XD und Roku 2 XS vorgestellt. Diese Geräte verfügten über aktualisierte Hardware mit schnelleren Prozessoren, höherer Leistung sowie integrierter Unterstützung für WLAN und Bluetooth.

Der Roku 2 XS war das Spitzenmodell der Serie. Er bot zusätzliche Funktionen wie einen Ethernet-Anschluss, USB-Unterstützung und Kompatibilität mit der Roku Game Remote für bewegungsgesteuerte Spiele.

2012 stellte Roku den Streaming Stick vor – ein kompaktes Streaming-Gerät im Format eines HDMI-Adapters. Damit konnten kompatible Fernseher ohne herkömmliche Set-Top-Box um Roku-Funktionen erweitert werden.

Im selben Zeitraum führte Roku eine universelle Suchfunktion ein, mit der Filme, Serien und andere Inhalte gleichzeitig über mehrere Streaming-Dienste hinweg direkt auf dem Roku-Gerät gesucht werden konnten. Dadurch wurde die Inhaltssuche deutlich schneller und komfortabler.

Dritte Roku-Generation (2013–2015)

Die dritte Roku-Generation wurde 2013 mit dem Roku 3 sowie einer aktualisierten Version des Roku 2 eingeführt.

Der Roku 3 verfügte über einen deutlich leistungsstärkeren Prozessor als der Roku 2 XS und bot dadurch eine höhere Geschwindigkeit und bessere Leistung. Außerdem wurde eine neue Fernbedienung eingeführt, die sich über Wi-Fi Direct statt per Infrarot mit dem Gerät verband. Die Fernbedienung verfügte über einen integrierten Kopfhöreranschluss, sodass Benutzer den Fernsehton privat über Kopfhörer hören konnten. Zu dieser Zeit war dies eine einzigartige und sehr praktische Funktion unter Streaming-Geräten.

2014 ergänzte Roku die Unterstützung für Miracast, wodurch kompatible Mobilgeräte ihre Inhalte drahtlos auf den Fernseher spiegeln konnten.

Vierte Roku-Generation (2015–2016)

Die vierte Generation begann mit der Einführung des Roku 4 im Oktober 2015. Die wichtigste Neuerung war die Unterstützung von 4K Ultra HD-Streaming, wodurch Roku mit der neuen Generation von UHD-Fernsehern kompatibel wurde, die zunehmend an Bedeutung gewann.

Das Gerät wurde für die Wiedergabe hochauflösender Inhalte entwickelt und bot eine bessere Leistung bei modernen Streaming-Diensten, während sich 4K-Fernseher immer stärker verbreiteten.

Fünfte Roku-Generation (2016–2017)

2016 stellte Roku eine vollständig überarbeitete Produktreihe vor, bestehend aus Roku Express, Roku Express+, Roku Premiere, Roku Premiere+ und Roku Ultra.

Diese Generation erschien in einer Zeit rascher Entwicklungen im Streaming-Bereich. Neue Videokompressionsverfahren und die Einführung von HDR stellten höhere Anforderungen an Hardware und Software. Die Premium-Modelle von Roku erhielten HDR10-Unterstützung, während alle neuen Geräte eine bessere Leistung und eine höhere Kompatibilität mit modernen Fernsehern boten.

Gleichzeitig aktualisierten viele Hersteller ihre Betriebssysteme und Hardwareplattformen, wodurch die Unterstützung älterer Geräte nach und nach eingeschränkt wurde. Die neue Roku-Generation konzentrierte sich auf eine höhere Leistung und die Unterstützung aktueller Videostandards.

Sechste Roku-Generation (2017–2018)

2017 stellte Roku die sechste Generation seiner Streaming-Geräte vor. Das Unternehmen stellte die Modelle Roku Premiere und Premiere+ ein und führte stattdessen den Streaming Stick+ mit einem verbesserten WLAN-Antennensystem für eine stabilere drahtlose Verbindung ein.

Auch Roku Streaming Stick, Roku Express und Roku Express+ erhielten aktualisierte Prozessoren, wodurch Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit verbessert wurden. Der Schwerpunkt dieser Generation lag auf besserer Leistung, optimierter WLAN-Konnektivität und einem flüssigeren Streaming-Erlebnis.

Siebte Roku-Generation (2018–2019)

2018 aktualisierte Roku seine Produktreihe mit kleineren Verbesserungen anstelle einer vollständigen Neuentwicklung.

Die Modelle Express, Express+, Streaming Stick und Streaming Stick+ blieben mit geringfügigen Hardwareänderungen im Sortiment. Der Roku Ultra erhielt eine neue Modellnummer und wurde mit hochwertigen JBL-Kopfhörern ausgeliefert.

Außerdem führte Roku die Modellbezeichnungen Premiere und Premiere+ wieder ein. Diese Geräte waren jedoch vollständig neu entwickelt und keine direkten Nachfolger der früheren Modelle. Sie basierten auf modernerer Hardware und waren auf preisgünstiges 4K-Streaming ausgelegt.

Achte Roku-Generation (2019–2020)

Die achte Roku-Generation wurde 2019 eingeführt. In diesem Zeitraum konzentrierte sich Roku vor allem auf die Verbesserung bestehender Modelle und die Erweiterung der Funktionen von Roku OS durch Software-Updates.

Gleichzeitig wurde die Unterstützung für ältere Geräte der ersten Generation, darunter Roku HD, HD-XR, SD, XD und XDS, eingestellt. Diese Geräte wurden viele Jahre lang unterstützt – eine bemerkenswert lange Lebensdauer im Vergleich zu vielen modernen Unterhaltungselektronikprodukten.

Neunte Roku-Generation (2020–2021)

2020 stellte Roku eine neue Generation von Streaming-Geräten mit verbesserter Hardware und neuen Produktkategorien vor.

Das wichtigste neue Modell war der Roku Ultra 4800 mit aktualisierten Komponenten, höherer Leistung und Unterstützung für Dolby Vision. Zu dieser Zeit gehörte er zu den modernsten Roku-Playern auf dem Markt.

Außerdem stellte Roku den Streambar vor – ein Gerät, das einen Roku-Streaming-Player mit einer kompakten Soundbar kombiniert und sowohl Streaming-Funktionen als auch einen verbesserten TV-Klang bietet.

Beim neuen Roku Ultra 4800 entfiel außerdem der microSD-Kartensteckplatz, der zuvor bei einigen Modellen zur Speichererweiterung genutzt wurde.

2021 erweiterte Roku das Sortiment um den Roku Express 4K+ und stellte die Roku Voice Remote Pro mit erweiterten Sprachsteuerungsfunktionen vor.

Zehnte Roku-Generation (2021–2025)

2021 stellte Roku seine zehnte Generation von Streaming-Geräten vor. Die wichtigsten Neuheiten waren der Roku Streaming Stick 4K und der Roku Streaming Stick 4K+.

Diese Modelle boten Unterstützung für Dolby Vision, eine höhere Leistung, schnellere WLAN-Verbindungen und Kompatibilität mit der neuen Roku Voice Remote Pro.

Auch der Roku Ultra LT wurde mit einem schnelleren Prozessor, verbesserter WLAN-Leistung, Ethernet-Anschluss und Dolby-Vision-Unterstützung aktualisiert. Diese Generation konzentrierte sich auf eine bessere Bildqualität, höhere WLAN-Leistung und optimale Kompatibilität mit modernen 4K-Fernsehern.

Elfte Roku-Generation (2025)

2025 stellte Roku seine elfte Generation von Streaming-Geräten vor.

Zur neuen Produktreihe gehörten der Roku Streaming Stick und der Roku Streaming Stick Plus. Diese Modelle wurden mit Fokus auf höhere Energieeffizienz und mehr Benutzerkomfort entwickelt, einschließlich der Möglichkeit, die Stromversorgung direkt über den USB-Anschluss des Fernsehers zu beziehen.

Eine weitere wichtige Neuerung war der Wechsel vom Micro-USB-Anschluss auf USB-C, wodurch die Roku-Hardware an moderne Verbindungsstandards angepasst wurde.

Roku-Fernseher

Aufbauend auf dem Erfolg seiner Streaming-Geräte stellte Roku 2014 Roku TV vor – ein Betriebssystem für Fernseher. Die chinesischen Hersteller TCL und Hisense gehörten zu den ersten Unternehmen, die Fernseher mit Roku OS für den nordamerikanischen Markt auf den Markt brachten.

Anstatt selbst Fernseher zu produzieren, lizenziert Roku sein Betriebssystem an verschiedene Hersteller. Daher ist Roku TV in Fernsehern der Marken TCL, Hisense, Sharp, Philips, JVC, RCA, Element, Westinghouse, Onn und Sanyo verfügbar.

2023 erweiterte Roku seine Präsenz auf dem Fernsehmarkt und brachte Fernseher unter eigener Marke heraus. Obwohl diese Modelle den Namen Roku tragen, werden sie von TCL und Hisense hergestellt.

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