Die Hintergrundbeleuchtung von LCD-Displays, oder wie sie auch genannt werden, LED-Displays mit IPS- oder VA-Panels, ist eine der wichtigsten Komponenten des Bildschirms. Fernseherhersteller vergeben häufig eigene Bezeichnungen für die in ihren Geräten verwendeten Hintergrundbeleuchtungstechnologien, obwohl es tatsächlich nur zwei grundlegende Arten der LCD-Hintergrundbeleuchtung gibt.
Beim ersten Typ befinden sich die LEDs der Hintergrundbeleuchtung an den Rändern des Displays, obwohl die LED-Leisten selbst tatsächlich unter dem Bildschirm montiert sind. Bei dieser Konstruktion sind die Möglichkeiten zur Steuerung der Hintergrundbeleuchtung sehr begrenzt. In der Praxis gibt es lediglich zwei Beleuchtungszonen – die linke und die rechte Seite des Bildschirms. Daher bieten solche Fernseher praktisch kein Local Dimming.
Beim zweiten Typ befinden sich die LEDs der Hintergrundbeleuchtung hinter der gesamten Bildschirmfläche. Spezielle Linsen sorgen dafür, dass das Licht gleichmäßig über den Bildschirm verteilt wird. Herkömmliche Displays enthalten oft nur einige Dutzend LEDs, während Mini-LED-Displays wesentlich kleinere LEDs verwenden, sodass mehrere Hundert davon installiert werden können. In jüngerer Zeit sind außerdem Displays mit einer Hintergrundbeleuchtung auf Pixelebene erschienen. Dadurch lässt sich die Hintergrundbeleuchtung in eine große Anzahl unabhängig steuerbarer Zonen aufteilen.
Im Jahr 2019 begann Samsung, Bezeichnungen wie Direct Full Array 8×3 und Direct Full Array 16×3 zu verwenden, um die Hintergrundbeleuchtung einiger Fernsehmodelle zu beschreiben. Der Begriff Direct Full Array bedeutet, dass sich die LEDs hinter der gesamten Bildschirmfläche befinden. Viele Nutzer fragten sich jedoch, was die zusätzlichen Bezeichnungen 8×3 und 16×3 tatsächlich bedeuten.
Tatsächlich unterscheidet sich Direct Full Array nicht von der zuvor verwendeten Bezeichnung Samsung Full Array Backlight. Es handelt sich lediglich um einen von Samsung eingeführten Marketingbegriff. Da es bei modernen Fernsehern nur relativ wenige wirklich bedeutende technologische Neuerungen gibt, benennen Hersteller bestehende Technologien häufig um, um Aufmerksamkeit zu erregen und den Verkauf anzukurbeln. Außerdem ist es üblich, dass Unternehmen neue Markennamen für Technologien registrieren, die bereits seit vielen Jahren existieren.
Direct Full Array
Im Parameter Direct Full Array 8×3 ist die Anzahl der unabhängig steuerbaren Hintergrundbeleuchtungszonen enthalten. Dieser Wert wird nicht als direkte Zahl angegeben, sondern in Form einer Formel. Auf diese Weise kann Samsung einen neuen Markennamen registrieren.
Die Bezeichnung lässt sich wie folgt erklären:
- 8×1³ = 8 Hintergrundbeleuchtungszonen
- 8×2³ = 64 Hintergrundbeleuchtungszonen
- 8×3³ = 216 Hintergrundbeleuchtungszonen
- 8×4³ = 512 Hintergrundbeleuchtungszonen
In der Regel ist die Anzahl der Hintergrundbeleuchtungszonen ein Vielfaches von acht, was mit dem Steuerungssystem und der 8-Bit-Struktur zusammenhängt.
Folgt man der Logik dieser Formel, verfügen Samsung-Fernseher über maximal 512 Local-Dimming-Zonen. Da 8×5³ = 1000 ergibt, würde die nächste Stufe bereits 1024 Steuerzonen entsprechen.
Direct Full Array 16×3

Die Bezeichnung 16×3 lässt sich wie folgt erklären:
- 16×1³ = 16 Hintergrundbeleuchtungszonen
- 16×2³ = 128 Hintergrundbeleuchtungszonen
- 16×3³ = 432 Hintergrundbeleuchtungszonen
- 16×4³ = 1024 Hintergrundbeleuchtungszonen
Dabei handelt es sich um ein etwas anderes Prinzip zur Kennzeichnung der Anzahl der Local-Dimming-Zonen.
Bei all diesen Bezeichnungen spielt in erster Linie das Marketing eine Rolle. Wenn in den technischen Daten angegeben wird, dass ein Fernseher über 128 Local-Dimming-Zonen verfügt, klingt das recht gewöhnlich. Die Bezeichnung Direct Full Array 16×3 wirkt dagegen deutlich beeindruckender. Deshalb können auch andere Varianten wie Direct Full Array 12×3 oder ähnliche Bezeichnungen vorkommen. Diesen Namen sollte man jedoch keine allzu große Bedeutung beimessen.
