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„Dirty Screen“-Effekt bei Fernsehern

Der „Dirty Screen“-Effekt ist ein visuelles Phänomen, das bei LED- und LCD-Fernsehern auftreten kann. Er zeigt sich als ungleichmäßige Helligkeit oder als leichte, verschwommene Flecken auf dem Bildschirm, die besonders auf gleichmäßigen Hintergründen wie grauen, weißen oder anderen hellen Szenen sichtbar sind. Viele Nutzer beschreiben dies so, als hätte der Bildschirm Schlieren oder unregelmäßige „Flecken“, obwohl die Oberfläche tatsächlich sauber ist. Dieser Effekt wurde Mitte der 2010er Jahre breit diskutiert, als LED-Fernseher den Markt dominierten.

Warum der „Dirty Screen“-Effekt entsteht

LED/LCD-Fernseher verwenden ein Hintergrundbeleuchtungssystem, bei dem das Licht durch ein spezielles reflektierendes Substrat und Diffusionsschichten verteilt wird. Das Licht wird reflektiert, passiert die LCD-Matrix und erzeugt das sichtbare Bild. In der Theorie sollte diese Beleuchtung perfekt gleichmäßig sein, doch in der realen Produktion sind kleine Abweichungen unvermeidbar.

Die Hauptursachen sind eine ungleichmäßige Verteilung der Hintergrundbeleuchtung, bei der bestimmte Bereiche des Panels etwas mehr oder weniger Licht erhalten als andere. Auch kleine Unterschiede in der LCD-Matrix und den Diffusionsschichten spielen eine Rolle. Darüber hinaus können mechanische Toleranzen bei der Montage beeinflussen, wie stark die einzelnen Schichten des Panels zusammengedrückt werden, was ebenfalls die Lichtgleichmäßigkeit beeinflusst.

Schon geringe Unregelmäßigkeiten in diesen Komponenten können sichtbare Ungleichmäßigkeiten im Bild verursachen.

Wann der Effekt am deutlichsten sichtbar ist

Der „Dirty Screen“-Effekt tritt nicht bei allen Inhalten gleich stark auf. Besonders sichtbar wird er in bestimmten Situationen.

Er ist häufig bei Sportübertragungen mit großen gleichmäßigen Flächen zu sehen, etwa bei Fußballfeldern oder Eisflächen. Auch beim Schwenken der Kamera über gleichmäßige Flächen wie Himmel, Wände oder Gras kann er auftreten. Graue Testbilder, die zur Prüfung der Panelgleichmäßigkeit verwendet werden, machen den Effekt besonders deutlich. Außerdem kann er in dunklen Szenen oder Inhalten mit sanften Übergängen sichtbar werden.

In normalen Filmen, Fernsehsendungen oder farbintensiven Szenen ist der Effekt meist deutlich weniger sichtbar oder gar nicht wahrnehmbar.

Produktionsbedingte Unterschiede

Dieses Phänomen ist nicht an eine bestimmte Marke oder ein Modell gebunden. Es hängt in erster Linie von der Qualität des jeweiligen Panels ab. Hochwertigere Fernseher durchlaufen in der Regel strengere Qualitätskontrollen, wodurch die Wahrscheinlichkeit oder Ausprägung des Effekts reduziert wird. Günstigere Modelle verwenden oft Panels mit größeren Toleranzen, bei denen solche Unregelmäßigkeiten stärker auftreten können.

Obwohl der Effekt existiert, wird er selten hervorgehoben, da er als technologische Eigenschaft gilt und das Fernseherlebnis meist nicht wesentlich beeinträchtigt. Gleichzeitig zielen neue Display-Technologien, einschließlich fortschrittlicher Hintergrundbeleuchtungssysteme wie Micro RGB, darauf ab, dieses Problem zu minimieren, während OLED-Fernseher den „Dirty Screen“-Effekt nicht aufweisen, da sie keine klassische Hintergrundbeleuchtung verwenden.

Im Folgenden wird ein Vergleich verschiedener TV-Modelle aus dem Jahr 2015 hinsichtlich des Auftretens und der Stärke des „Dirty Screen“-Effekts dargestellt.

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